Comeniustagebuch Polen

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von Isabel Relvas

Sonntag: Am 22. Februar 2015 sind wir als Comenius-Schüler aus Portugal zum Flughafen Porto gefahren. Dort erwarteten uns unsere Lehrer. Als alle dort waren, haben wir uns von den Eltern verabschiedet. Wir wussten, dass es ein langer Tag werden würde, aber wir waren alle sehr aufgeregt, nach Kattowitz zu fliegen. Zuerst hatten wir einen Flug nach Frankfurt, und anschließend mussten wir sieben Stunden lang auf unser nächstes Flugzeug warten. Viele sind einkaufen gegangen, haben etwas gegessen und getrunken, und wir haben uns ein bisschen ausgeruht. Um 21.30 Uhr sind wir dann endlich nach Kattowitz geflogen, wo unsere Gastfamilien kurz vor Mitternacht schon auf uns warteten. Dann mussten wir noch eine halbe Stunde nach Koszieglowy fahren. Als wir ankamen, sind die meisten sofort ins Bett gegangen.

 

Montag: Am ersten Tag in Polen mussten wir sehr früh aufstehen, um die Schule zu besuchen. Wir haben die anderen internationalen Gruppen kennen gelernt und die Präsentationen der Schulen gehört. Danach haben wir sehr früh ( um 12.00 Uhr!) zu Mittag gegessen und sind nachmittags in die Stadt gelaufen, dort haben wir eine Stadralley gemacht. Das war sehr spannend, weil wir ein paar Kirchen besucht haben, danach haben wir auch ein Haus besucht, das nur mit Malereien dekoriert war. Der Maler hat uns seine Bilder gezeigt und uns auch ein originales Hemd eines jüdischen Gefangenen aus Auschwitz gezeigt. Danach sind wir zurück in die Schule gelaufen. Abends hatte man verschiedene Programme, ich bin zum Beispiel bei einer Freundin meiner Austauschpartnerin zu Besuch gewesen, wir haben dort auch zu Abend gegessen.

 

Dienstag: Wir sind wir alle gegen fünf Uhr aufgestanden, denn um 6.30 Uhr sind wir mit einem Bus nach Warschau gefahren. Die Reise war sehr lang, erst vier Stunden später sind wir in Warschau angekommen, und direkt zum Parlament gefahren. Das Parlament war sehr schön, eine Frau hat uns auf Englisch geführt. Am besten hat mir das Denkmal gefallen, welches an den gestorbenen Politiker Lech Kaczynski erinnert, der 2010 bei einem Flugzeugunfall gestorben ist. Er und 97 andere Mitglieder des Parlaments haben dabei ihr Leben verloren. Nachdem wir das Parlament besucht hatten, sind wir mit dem Bus ins Zentrum der Stadt gefahren, wo wir den königlichen Palast besucht haben. Meiner Meinung nach war die Stadt Warschau nicht sehr schön, nur die rekonstruierten Teile neben dem Palast. Alles andere sah sehr gräulich aus, wie eine in der Zeit verlorene Stadt. Aber Warschau wurde leider während des 2.Weltkriegs komplett zerstört. Nach dem Rundgang durch das Schloss haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und ein paar Geschäfte besucht. Um 18.00 Uhr sind wir dann nach Koszieglowy zurückgefahren. Weil wir erst um 22.00 Uhr ankamen, sind alle nach Hause gegangen.

Dienstag.Warschau.03

Mittwoch: Wir Portugiesen und die Deutschen haben den anderen Gruppen beigebracht, wie „Jugend debattiert“ funktioniert, wir haben verschiedene Workshops gehabt, die die Oettinger vorbereitet hatten. Am Ende dieser Workshops haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, einige haben auch Übungsdebatten auf Deutsch und Englisch durchgeführt.

 

Nach dem Mittagessen bekamen wir internationalen Gäste auch eine Unterrichsstunde in Polnisch. Nachmittags haben wir dann an einem Workshop mit Holz teilgenommen, bei dem wir Ketten, Armbänder und schließlich ein Herz gebastelt haben. Nachher konnte man wieder ein eigenes Programm in den Familien und mit den neuen Freunden gestalten.

 

Donnerstag: Einige haben sich auf eine große Debatte vorbereitet, die anderen haben weitere Workshops gehabt. Die finale Debatte war nachmittags, sie war im Rathaus mit dem Bürgermeister Koszieglowys. Wir haben zwei Debatten zum gleichen Thema auf Deutsch und Englisch durchgeführt. Das Thema war: Sollten Schüler kleinerer Städte die letzten Jahre in größeren Städten verbringen. Danach haben wir dann zum letzten Mal alle ein eigenes Programm gehabt.

 

Freitag: Es war leider unser letzter Tag, wir haben die Comenius-Begegnung mit traditionellen Tänzen und Liedern gefeiert. Später haben wir alle auch Zertifikate und ein Geschenk bekommen. Unser letztes Mittagessen war in der Schule, dann sind wir nach Hause gefahren. Nachmittags um 17.00 Uhr sind alle zum Bowling gegangen, und abends gab es noch ein Abschiedsfest in einem Hotel und Restaurant. Zum Schluss haben sich alle verabschiedet, und wir Portugiesen sind schlafen gegangen, weil wir am nächsten Tag um 3.00 Uhr morgens aufstehen mussten.

 

Diese Reise hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil ich eine andere Kultur und Lebensweise kennen gelernt habe, und vor allem neue Freunde kennen gelernt habe und viel gelacht habe.

„Do widania“ heißt  auf Wiedersehen.

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Deutsche Schule zu Porto
Rua Guerra Junqueiro, 162 4150-386
Porto / Portugal

Telefone: +351 22 607 65 70
e-Mail: info@dsporto.de

 

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