Universität Porto
Deutsch III
Anette Kind/Ulrich Kamien
Kubus 56 (Film 1): Jugend forscht (Länge: 13.07 Minuten)
Lösungsblatt
Aufgabe 1: Textverständnis
1. Wie wird die Forschung in dem Wettbewerb "Jugend forscht" bezeichnet?
► als anspruchsvoll
2. Wann werden Plasmakristalle zu kristalinen Strukturen?
► unter ganz bestimmten Bedingungen
3. Was bedeutet ISS?
► internationale Raumstation (International Shuttle Service???)
4. In welchem immer wichtiger werdenden Bereich werden Plasmakristalle immer bedeutender?
► bei beschichteten Solarzellen
5. Stimmt es, dass "Jugend forscht" auf eine Initiative der Bundesregierung zurückgeht?
► nein, auf eine Initiative des Verlegers Henry Nannen, vom Magazin "stern"
6. Welchen Hintergedanken hat dieser Wettbewerb?
► Jugendliche langfristig für ein Thema zu begeistern + sie in ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen
7. Wie alt sind die Teilnehmer bei "Jugend forscht"?
►zwischen 16 und 21 (die Jüngeren machen bei "Schüler experimentieren" mit)
8. Welche drei Stufen durchlaufen die Teilnehmer?
► Regional-, Landes- und Bundeswettbewerb
9. Welche Auszeichnung ist bei den Jugendlichen besonders angesehen?
► Forschungsaufenthalte im In- und Ausland, Praktika und Präsentationen auf Fachmessen
10. Wie viel Geld bekommen die betreuenden Lehrer?
► sie bekommen nichts, sie machen es ehrenamtlich
Aufgabe 2: Hörverstehen
1. Was machen die Schüler mit der Präsentation?
(a) vorbereiten (b) üben
(c) vortragen (d) verändern
2. Welche Attribute hatte Cäsar?
(a) stark, tapfer und mutig (b) groß, tapfer und stark
(c) groß, stark und tapfer (d) groß, tapfer und mutig
3. Wie groß war die Beteiligung am Wettbewerb "Jugend forscht" in diesem Jahr?
(a) mit einem Teilnehmerrekord (b) noch höher als vor drei Jahren
(c) unglaublich hoch (d) fast so hoch wie im letzten Rekordjahr
4. Was macht den Wettbewerb nach Meinung des Lehrers Walter Stein so interessant?
(a) der Wechsel von Entäuschung und Freude (b) die hohe Motivation der Teilnehmer
(c) die beruflichen Zukunftsperspektiven (d) die schauspielerischen Elemente der Präsentation
5. Bei dem Thema Plasmakristalle geht es um das Verhalten von Mikropartikeln _____?
(a) in der Forschung (b) in der Großforschung
(c) unter Extrembedingungen (d) in Alltagsgegenständen
6. Was würde Binia Neuer gern zu ihrem Beruf machen?
(a) Arbeit mit Plasmakristallen (b) Jugend forscht
(c) Lehrerin (d) Physikerin
7. Was hält Binia Neuer für am wichtigsten bei "Jugend forscht"?
(a) die supertollen Erfahrungen (b) den Kontakt zu Universitäten
(c) das Erweitern ihres Horizonts (d) den Spaß
►►► ENDE ERSTER ABSCHNITT
8. Was für ein Gerät haben Jens und Florian entwickelt?
(a) zur Messung des Sicherheitsabstands (b) LKW-Sensor
(c) Signalanzeiger (d) eine Überholschere
9. Welche Vorteile sieht Jens in der Arbeit an ihrem Projekt?
(a) man kann vernünftig arbeiten (b) man weiß immer, was der andere gerade macht
(c) beide können unabhängig voneinander arbeiten (d) man muss nichts beweisen
10. Wie findet Walter Stein das Motto: "Wir tun jetzt unsere Pflicht"?
(a) typisch deutsch (b) ziemlich uncool
(c) Mentalität des vergangenen Jahrhunderts (d) das ist zu wenig
11. Welche namhaften (bekannten) Unternehmen beteiligen sich als Partner an dem Wettbewerb?
(a) fast alle (b) fast keines
(c) nur die guten (d) alle guten
12. Wie beurteilt Norbert Drehkopf die Teilnahme am Wettbewerb?
(a) als interessante Freizeitbeschäftigung (b) als Zukunftsinvestition
(c) als gute Studienvorbereitung (d) als Pluspunkt im Lebenslauf
13. Welche Eigenschaft hält Martin Bleilebens für besonders wichtig?
(a) stur zu sein (b) durchzuhalten
(c) an sich zu glauben (d) lernbereit zu sein
14. Was bekommt man nach Auskunft der Bibliothekarin, wenn man ein Buch scannt?
(a) einen Büchereiausweis (b) eine Kurzbeschreibung
(c) ein Buchexemplar (d) eine Roboterinformation
►►► ENDE ZWEITER ABSCHNITT
15. Wie misst man, ob der Sand quiescht oder nicht?
(a) am Mikroskop (b) durch das Laufen
(c) mittels eines Mikrofons (d) mit der richtigen Technik
16. Woran sind die jungen Forscher in erster Linie interessiert?
(a) an Computertechnologie (b) an der Physik
(c) an der Biologie (d) an der Technik
17. Welche Befürchtung hatten die jungen Plasmakristall-Forscher vor ihrer Präsentation?
(a) dass die Jury sie nicht versteht (b) dass die Physiker schon alles wissen
(c) dass die Jury ihren Beitrag langweilig findet (d) dass jemand aufsteht und geht
18. Welche Idee hält der Wettbewerbsleiter Dieter Römer für besonders gut?
(a) auf die jeder hätte kommen können (b) die unsere Zukunft beeinflusst
(c) die den Menschen hilft (d) die den Alltag vieler Menschen verbessert
19. Wie beurteilt Binia Neuer die Jury?
(a) sie haben uns manchmal nicht ganz verstanden (b) sie haben leider wenig verstanden
(c) sie wussten sehr viel (d) sie hatten überhaupt keine Ahnung
20. Was ist die Feierstunde, wenn die Entscheidung bekannt gegeben wird?
(a) die härteste Stunde des Wettbewerbs (b) ein Grund zum Feiern
(c) aufregend (d) eine möglicher Wendepunkt im Leben
21. Was empfinden die Plasmaforscher bei der Preisverleihung?
(a) sie sind nicht enttäuscht (b) sie sind erleichtert
(c) sie freuen sich riesig (d) sie sind sehr stolz
00'02"
Der Physiklehrer Walter Stein gibt letzte Tipps.
00'05"
Zum wiederholten Male wird die Präsentation "Plasmakristalle" seiner Schüler für den Wettbewerb "Jugend forscht" geübt.
00'13"
Walter Stein kitzelt noch etwas das Selbstbewusstsein seiner Schützlinge:
00'19" O-Ton Walter Stein, Lehrer:
"Cäsars Gegner waren stark, tapfer und mutig, aber er hat sie besiegt. Wie groß, tapfer und mutig muss Cäsar gewesen sein, dass er die Tapferen und Mutigen besiegen konnte? Und deswegen müssen die Probleme groß und klar dargestellt werden. Und ihr löst die Probleme."
00'39"
Binia Neuer, Moritz Plötzing und Benedikt Lorbach , Schüler an einem Gymnasium in Bad Münstereifel, sind drei der insgesamt 8000 Teilnehmer im diesjährigen Wettbewerb "Jugend forscht".
00'53"
Die deutsche Jugend forscht seit nunmehr 38 Jahren.
Was 1965 als Aufruf eines bekannten Nachrichtenmagazins begann, hat sich zu einer festen Institution in der deutschen Bildungslandschaft etabliert. Mittlerweile sind auch die Bundesregierung und große Teile der Industrie an "Jugend forscht" maßgeblich beteiligt.
Das Interesse ist ungebrochen. Auch dieses Jahr gab es wieder einen neuen Teilnehmerrekord - am aufreibenden Wettbewerb.
01'28"
Dieses Interesse an "Jugend forscht" verwundert etwas, denn eigentlich beherrschen Bildungsmisere und die angebliche Lernunlust der Schüler die Schlagzeilen in Deutschland.
01'42"
Aber Walter Stein weiß, was "Jugend forscht" so interessant macht:
01'49" O-Ton Walter Stein, Lehrer: (On)
"Hier wird was produziert, hier wird kreativ was geschaffen. Und das ist ein bisschen mehr oder prickelnder für viele als das reine Konsumieren. Man ist enttäuscht, man freut sich. Das ist so dieser spannende Wechsel zwischen positivem und negativem Erlebnis und das macht natürlich diesen Reiz aus. Und Jugend forscht bietet eine Bühne für diese Leute, auf die man tritt, wo man sich bewähren muss."
02'15"
Seit etwa 6 Monaten bereiten sich die Jungforscher vor.
02'19"
Zuerst wurde ein Thema gesucht, das man in einer der insgesamt acht Kategorien aus Naturwissenschaft, Mathematik und Technik an den Start schicken konnte.
02'29"
"Plasmakristalle". Ein Forschungsgegenstand der Physik.
Vereinfacht ausgedrückt geht es um das Verhalten von Mikropartikeln unter Extrembedingungen.
02'40"
Hochaktuell und eigentlich ein Gegenstand der Großforschung.
Der Ehrgeiz der Jungforscher besteht nun darin, mit ihren bescheidenen Schulmitteln einen Versuch nachzuvollziehen, der ansonsten nur an wenigen Instituten unter immensem Aufwand realisierbar ist.
02'57"
Da wird Schule – oft bis tief in die Nacht - schon mal zur zweiten Heimat.
03'03" O-Ton Binia Neuer:
"Wenn man Jugend forscht zum Beruf machen könnte, würde ich das - glaube ich - sehr gerne machen, aber das ist halt sehr schwierig."
03'09" O-Ton Binia Neuer:
"Man lernt für sich selbst. Es ist nicht so, als hätte man einen Lehrer, der einem irgendetwas beibringt, sondern man lernt zum Beispiel etwas von jemanden, der aus der fünften Klasse ist. Der hat halt irgendein Projekt gemacht, was weiß ich, Physikversuch Mikrowellenherd. Und man möchte auch was machen, was vielleicht über den Horizont der ganz normalen Schulbildung hinaus geht.
Man kommt auch mit Leuten in Kontakt, mit irgendwelchen Professoren von Universitäten. Und das sind schon alles supertolle Erfahrungen. Und ich glaube, der Spaß dabei ist das Wichtigste."
03'34" O-Ton Benedikt Lorbach:
"Plasmakristalle ist eine sehr aktuelle Forschung. Das machen nur sehr wenige Institute weltweit. Deshalb macht das auch mehr Spaß, weil man immer was Neues erkennt, wo man vielleicht von weiß, dass andere das noch gar nicht kennen."
03'47"
Walter Stein hat noch ein zweites Eisen im Feuer.
03'50" O-Ton Walter Stein, Lehrer:
"Hallo, Jens und Florian. Ist das nicht zu nass draußen?"
03'53"
Zwei Schüler haben einen LKW mit Sensoren ausgestattet, die es ermöglichen, beim Überholen den Sicherheitsabstand zu messen und per Signal dem Fahrer anzuzeigen, wann er wieder einscheren kann.
04'08"
Ein Programm musste geschrieben, die Technik aus dem Elektronikmarkt modifiziert und Modelle gebaut werden. Projektarbeit mit Arbeitsteilung, wie sie im Schulunterricht nur schwer zu realisieren wäre. Auch das reizt die Schüler:
04'22" O-Ton Jens Ruland:
"Wir können beide selbstständig und getrennt voneinander arbeiten und sicher sein, dass der andere auch etwas Vernünftiges gemacht hat, und beide Ergebnisse vorzeigen, ohne dass man sich selber immer kontrollieren muss, hat der andere jetzt auch was gemacht."
04'34"
Jugend forscht ist mehr als ein Wettbewerb unter Hochbegabten.
04'40" O-Ton Walter Stein, Lehrer: (On)
"Diese Schüler, die bringen in die Schule, in ihre Kurse oder ihre Klassen ein anderes Gefühl ein für: "was ist Leistung oder arbeiten"....
Also die bringen schon rüber: arbeiten oder Leistung, das macht richtig Spaß. Und das steckt auch viele Schüler an, die nicht unbedingt bei Jugend forscht teilnehmen, aber plötzlich macht es Spaß, mal etwas mehr zu machen. Also diese, ich möchte jetzt nicht sagen Postbeamtenmentaliät, aber: "wir tun jetzt unsere Pflicht", das ist eben zu wenig. Sondern es gibt auch solche Leute, die sagen "Okay, ich möchte jetzt auch was machen, zusätzlich was machen" - und wir bieten das auch an in der Schule."
05'18"
Vier Wochen zuvor haben sich die Schüler auf einem Regionalwettbewerb für die nächste Runde qualifiziert. In drei Tagen findet der Landeswettbewerb statt. Die letzte Hürde vor dem großen Finale.
05'37"
Montagmorgen. Ankunft in Leverkusen auf dem Gelände eines großen deutschen Chemiekonzerns.
Jugend forscht ist ohne die Unterstützung der Industrie nicht denkbar.
Und die steht gerne zur Verfügung. Es gibt so gut wie kein namhaftes Unternehmen in Deutschland, dass sich nicht als Partner am Wettbewerb beteiligt.
05'57"
Zum Landeswettbewerb treten 70 Jungforscher an. 70 von tausend, die sich in den Regionalwettbewerben qualifiziert haben.
06'06"
Und vielleicht ist ja die ein oder andere Idee dabei, auf die auch ein großes Unternehmen noch nicht gekommen ist.
06'13" O-Ton Norbert Drekopf, Bayer Industry Services:
"Die Arbeiten haben noch nicht die Qualität, als Forschungsergebnisse direkt genutzt zu werden. Aber es gibt immer wieder Ausnahmen. Wir bieten ja auch den Jungforschern hier an, dass man Patentberatung macht, Musterschutzberatung macht. Und es kann durchaus sein, dass die eine oder andere Idee so innovativ ist, dass sie für Firmen interessant ist."
06'30"
Für die Industrie wichtiger ist aber die langfristige Nachwuchsförderung im Bereich Naturwissenschaften durch "Jugend forscht".
06'38" O-Ton Norbert Drekopf, Bayer Industry Services:
"Ich will das jetzt mal so sagen: Wenn jemand sich bei uns bewirbt nach dem Studium, und er kann dann in seiner Vita sagen: "Ich war bei Jugend forscht dabei", ist das ein großer Pluspunkt."
06'47"
Jugend forscht soll auch eine Orientierungshilfe ins Berufsleben geben.
Einmal Forscher, immer Forscher. Diese Hoffnung wäre zu hoch gegriffen, aber in vielen Fällen stimmt sie eben doch.
07'01"
Martin Bleilebens hat vor Jahren an "Jugend forscht" teilgenommen und Gewitter beobachtet. Heute erforscht er professionell Tragflächenmodelle im Hyperschallbereich für die Raumfahrt.
07'12" O-Ton Martin Bleilebens, ehemaliger Teilnehmer:
"Wenn man sich das durchliest, was man damals geschrieben hat, mit dem, was man inzwischen hinzugelernt hat, dann würde man natürlich schon einige Sachen rausnehmen oder da doch etwas vorsichtiger sein. Durchhalten, das ist schon etwas, was ich damals eigentlich schon gelernt habe. Dass man dann die Sachen nicht einfach fallen lässt und einfach nicht weiter macht."
07'36"
Montagnachmittag in Leverkusen. Mal sehen, was die Konkurrenz zu bieten hat.
07'43" O-Ton Bibliothekarin:
"Also, man nimmt solche Büchereiausweise an, scannt dann die Nummer darauf ein, nimmt mal einfach ein Buch, zum Beispiel hier "Dead poets society" , und dann bekommt man hier erst mal eine Kurzbeschreibung, damit man sich erst mal informieren kann. Und dann kann man hier auf "Bestellen" gehen. Und entsprechend werden jetzt die Informationen an den Roboter übermittelt. Der fährt los, zieht das Buch aus dem Regal. Jetzt wirft es das da hinten runter. Das läuft die Rampe runter und würde dann in der Bücherei auf ein Förderband kommen."
08'15"
Alltagsfragen bewegen die Forschung. Aber auf diese Frage muss man wirklich erst mal kommen:
08'22" O-Ton quietschender Sand:
"Wir haben hier quietschenden Sand untersucht. Denn es gibt nur noch wenige Strände, an denen er quietscht. Und zum Beispiel der hier, der quietscht nicht. Und dann haben wir Mikroskopaufnahmen machen lassen und dann seht ihr, das hier sind die quietschenden Sandproben und das hier der nicht-quietschende. Und dann sieht man ja, dass die viel kantiger sind als der da. Und das muss man natürlich mit der richtigen Technik machen. Wenn man da einfach nur lang läuft, dann... Beim Laufen merkst du das meist noch nicht, aber wenn du rennst zum Beispiel, dann quietscht es immer, bei jedem Auftreten."
08'49"
Der nächste Fall: Füllstandsmessung bei Bierfässern.
08'57" O-Ton Bierfässer: (Off)
"Wir sind beide Mechatroniker im zweiten Lehrjahr bei Thyssen-Krupp-Stahl und sind mehr oder weniger durch unserer Freizeit auf das Projekt gekommen, weil wir beide halt im Verein aktiv sind. Da kommt es doch zum einen oder anderen Einsatz hinter der Theke, dass man da zapfen muss."
09'16"
Auch Dr. Zuther von der Stiftung Jugend forscht ist sichtlich zufrieden mit dem, was er gesehen hat.
09'25" O-Ton Dr. Frank Zuther, Stiftung Jugend forscht:
"Die Qualität der Arbeiten ist insofern gestiegen, dass vermehrt die Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten gesucht wird. Und auch die Unterstützung aktiv angeboten wird. So dass dort Arbeiten entstehen, die teilweise Diplomarbeits- manchmal sogar Promotionsarbeits-Niveau haben."
09'46"
Aber trotz Roboter und Computer ist es erstaunlicherweise nicht die Technik, die die Jungforscher am meisten begeistert.
09'55" O-Ton Dr. Frank Zuther, Stiftung Jugend forscht:
"War es zunächst in den ersten drei Jahren das Fachgebiet Physik, das vorne lag, so ist es seit 1969 eigentlich mit Regelmäßigkeit die Biologie gefolgt von mal der Chemie, mal der Technik. Aber das mit Abstand beliebteste Fachgebiet ist die Biologie."
10'14"
Dienstagmorgen. Warten auf die Jury.
Während die Überholexperten langsam nervös werden, sind die Plasmaforscher mitten in der Präsentation.
10'25"
Weil sie so nah an der aktuellen Forschung sind, haben die Schüler die Befürchtung, dass die Fachleute der Jury – durchweg gestandene Physiker - nicht alles verstehen, was Plasmakristalle angeht. Aber es kommt anders. Die Jury ist bestens informiert:
10'42" O-Ton Juror:
"In der Natur, wo kommt das vor - hexagonale Strukturen?"
10'44" O-Ton Binia Neuer:
"Bei Kristallen, ganz allgemein."
10'46" O-Ton Juror:
"Ist das immer? Oder ist das eine Besonderheit hexagonale Strukturen? Kennen Sie ein Beispiel für hexagonale Struktur ?"
10'54" O-Ton Binia Neuer:
"Das Problem ist ja, die meisten Sachen sind ja jetzt dreidimensional."
10'56" O-Ton Juror:
"Schon mal was von Grafit.....?"
10'58"
Aber was genau wird nun bewertet?
11'03" O-Ton Dieter Römer, Wettbewerbsleiter:
"Es geht darum, eine tolle Idee zu haben. Am besten sogar eine Idee, auf die jeder hätte kommen können. Und diese Idee dann umzusetzen in eine Arbeit. Eine Frage aufzuwerfen. Und diese auch, wenn es geht, auch vernünftig zu beantworten."
11'18"
Geschafft. Erschöpfung. Erleichterung. Hoffen und Bangen. Eben so wie nach jeder Prüfung.
11'28" O-Ton Binia Neuer:
"Ich glaube auch, dass der Vortrag gut gelaufen ist. Waren kritische Fragen dabei, ja. Ich glaube, wir haben uns aber trotzdem gut geschlagen. Und ich hatte auch ein bisschen Bedenken, dass die Jury nicht allzu viel Ahnung hätte, aber die hatten doch sehr viel Ahnung."
11'45"
Und dann: noch einen ganzen Tag warten, bis die Entscheidung bekannt gegeben wird.
11'56"
Mittwochnachmittag. Feierstunde. Kultur, Politik und Wirtschaft kommen zu Wort.
12'03"
Für die Teilnehmer die härteste Stunde des Wettbewerbs.
Es werden Sach- und Sonderpreise vergeben. Es geht um Stipendien, Praktika und Geldpreise.
12'14"
Nur acht Arbeiten allerdings werden es bis ins bundesweite Finale in einigen Wochen schaffen. Und die Erstplazierten werden – wie immer – erst am Schluss bekannt gegeben.
12'26"
Ein Teilerfolg für die Forscher aus Bad Münstereifel: Die Jungen von der Überholspur bekommen einen Sonderpreis.
12'36"
Und dann endlich die Erleichterung, auch für die Plasmaforscher:
12'42" O-Ton Dieter Römer, Wettbewerbsleiter:
"Moritz Plötzing ,Binia Neuer und Benedikt Lorbach erhalten für ihre Arbeit "Plasmakristalle" einen ersten Preis im Fachgebiet Physik."
Goethe-Institut 2003