Universität Porto

Deutsch III

Anette Kind/Ulrich Kamien

 

Kubus 54  (Film 1): Ausländische Arbeitgeber (Länge: 13.12 Minuten)

Arbeitsblatt

 

Lesen Sie sich zuerst die Hintergrundinformationen durch. Beantworten Sie anschließend folgende Leseverständnis-Fragen:

 

Hintergrundinformation

Die Zahl selbständig arbeitender Ausländer in Deutschland ist seit Beginn der achtziger Jahre deutlich gewachsen. Derzeit sind etwa 280.000 Ausländer als Chef in ihren eigenen Unternehmen in Deutschland tätig. Die Branchenpalette reicht vom kleinen Einzelhandelsgeschäft über die Reisebranche bis zur Softwarefirma. So mancher Sektor ist ohne die Unternehmer aus dem Ausland gar nicht mehr denkbar. Dazu zählt insbesondere die Gastronomie. Dennoch gibt es Erkenntnisdefizite, beispielsweise bei Wirtschaftsverbänden, über die Leistungskraft der kleinen Betriebe. Selbstständige, die aus dem Ausland stammen, stellen in Deutschland mittlerweile eine Million Arbeitsplätze. Allein 35 Prozent der 260.000 Beschäftigten in türkischen Betrieben sind deutsche Mitarbeiter. Ausländer aus den EU-Mitgliedstaaten unterliegen bei der Ausübung einer selbständigen Tätigkeit den gleichen Rechten und Pflichten wie deutsche Staatsbürger. Mit einer Reihe anderer Länder wiederum bestehen zwischenstaatliche Abkommen, wie z.B. mit Australien, Israel, Kanada, Neuseeland und der Türkei.

Dabei sind längst noch nicht alle Probleme der Integration – selbst auf europäischer Ebene – gelöst. Das deutsche Handwerk zum Beispiel praktiziert traditionell und im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Staaten eine sehr strenge Berufszulassungsregelung, die zudem von Beruf zu Beruf noch äußerst unterschiedlich ausfallen kann. Hier eine vereinheitlichende Regelung auf europäischer Ebene zu finden, gehört sicherlich zu den schwierigen Prozessen hin zu einer integrierten europäischen Gesellschaft.

Andererseits setzt Deutschland auf die Selbstständigen, und dabei gerade und auch auf den Unternehmergeist aus dem Ausland. Die so genannte Hartz-Kommission hat dieses Jahr im Auftrag der Bundesregierung ein Konzept zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit vorgelegt, das unter anderem die Förderung von so genannten "Ich-AG's" und "Familien-AG's" vorsieht. Gemeint sind damit die ersten kleinen Schritte in Richtung Selbstständigkeit, die Arbeitslosen und Unternehmensgründern den Schritt in Richtung ihres eigenen Betriebes erleichtern sollen. Die "Ich-AG" und die "Familen-AG" wiederum sind jene Strukturen, in denen ausländische Unternehmer zu Hause sind, in denen sie hier ihre oft erfolgreichen Unternehmen gegründet haben oder denen sie aus ihrer Kultur heraus traditionell verpflichtet sind.

Goethe-Institut 2003

 

Aufgabe 1: Textverständnis

1. Wann gab es einen deutlichen Wachstumsschub bei Ausländern, die in Deutschland eine eigene Firma aufmachten?

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2. Welche Firmen werden im Text genannt, die von ausländischen Chefs geleitet werden?

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3. In welchem Bereich sind Firmen mit ausländischen Chefs besonders weit verbreitet?

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4. Worüber möchten die Wirtschaftsverbände noch mehr wissen?

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5. Was bedeutet die Zahl 260 000 in diesem Text?

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6. Welche Rechte und Pflichten haben ausländische Unternehmer in Deutschland?

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7. Welches Integrationsproblem für ausländische Selbstständige wird im Text genannt?

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8. Was muss auf europäischer Ebene noch gefunden werden?

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9. Welche Ideen hat die Bundesregierung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit entwickelt?

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10. Warum könnten diese Unternehmensformen gerade für ausländische Mitbürger interessant sein?

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Aufgabe 2: Hörverstehen

Wenn Sie wollen, teilen Sie sich den Text in drei jeweils etwa vierminütige Abschnitte ein!

Teil 1: bis 3'43 Min, Ende Teil Georgios Paridis (bis Zitat: "...Niemand möchte erfolgreiche Unternehmungen bremsen, schon gar nicht in Zeiten leerer Kassen und hoher Arbeitslosigkeit.")

Teil 2: bis 8'00 Min; Äußerung von Fritz Burkhard (bis Zitat: "...Vielleicht ist hier ein bisschen mehr, wie soll ich sagen, Toleranz als in anderen Betrieben.")

Teil 3: bis zum Ende des Films

1. Wo gehen in den Großkonzernen Arbeitsplätze verloren?

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2. Was wird als Motor der Wirtschaft bezeichnet?

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3. Was hat Georgios Paridis hinter sich?

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4. Was hat Georgios Paridis festgestellt, als er nach Deutschland kam?

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5. Wie viele Arbeitsplätze sind in Deutschland von einem ausländischen Chef abhängig?

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6. Welche Bedeutung hat der Außenhandel für Deutschland?

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7. Welche Regeln gelten für EU-Bürger, die in Deutschland ein Unternehmen gründen?

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►►►ENDE ERSTER ABSCHNITT

8. Welche Nationalität besitzt Attila Ihmer?

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9. Wo macht Herr Ihmer Geschäfte?

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10. Wie findet Herr Ihmer die deutsche Lebensmittelüberwachung?

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11. Welches Problem hatte Herr Ihmer mit deutschen Mitarbeitern?

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12. Welches Problem hatte Phillipos Platis, als er seine Werkstatt eröffnete?

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13. Was meint Herr Platis: Weshalb gehen Kunden zu einem Meisterbetrieb?

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14. Wie steht es mit Berufsabschlüssen, die im Ausland gemacht worden sind?

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15. Was unterscheidet laut Fritz Burkhard Unternehmen mit ausländischem Chef von solchen mit deutschem Chef?

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►►►ENDE ZWEITER ABSCHNITT

16. Was stört die Buchhalterin Gerda Hahn an ihrem griechischen Arbeitgeber?

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17. Was empfinden Politik und Wirtschaft als Manko bei ausländischen Firmenchefs?

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18. Welche Chance sieht Katharina Kanschat bei ausländischen Unternehmen?

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19. Wie beschreibt Frau Kanschat die Atmosphäre in diesen Firmen?

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20. Welche politischen Vorteile sieht Herr Paridis gegenüber seinem Heimatland?

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21. Was machen Herr Platis und seine Leute, wenn gerade mal nichts zu tun ist?

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22. Welchen Unterschied sieht Frau Kanschat zwischen deutschen und nicht-deutschen Arbeitgebern?

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23. Was hilft vielleicht, wenn es eine wirtschaftliche Krise gibt?

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