Universität Porto

Deutsch III

Anette Kind/Ulrich Kamien

Kubus 50 (Film 2): E-Learning - Lernform der Zukunft (Länge ca. 12 Minuten)

Arbeitsblatt

 

Lesen Sie sich die Hintergrundinformationen durch. Beantworten Sie anschließend die folgenden Leseverständnis-Fragen:

Hintergrundinformation

Durch die Entwicklung von CD-ROM, Videokonferenzsystemen, schnelleren Verbindungen im Internet und die Einführung von Intranet in den meisten Unternehmen sind Voraussetzungen geschaffen, die selbstgesteuertes und arbeitsplatznahes Lernen erlauben. Lernformen und Lernmaterialien haben sich der Entwicklung angepasst und sind eine neue Herausforderung an die Lernenden.

Anfang der 50er Jahre wurden Begriffe wie "Fernstudium" oder der "Programmierte Unterricht" zum ersten Mal verwendet. In den 60er und 70er Jahren fanden zahlreiche Versuche zum Thema "Computerunterstützter Unterricht" statt. Es wurden Sprachlabore und erste Selbstlernzentren auf der Basis von Minicomputern eingerichtet. Aber die Anfangseuphorie machte bald realistischen Einschätzungen über Möglichkeiten und Grenzen dieser technischen Lernunterstützung Platz.

Mit der Entwicklung von neuen Technologien ab Ende der 80er Jahre wurden Grundlagen geschaffen, die umfassende computergestützte Lernsysteme möglich machen. Heute setzen große deutsche Unternehmen elektronisches Lernen in der betrieblichen Weiterbildung ein.

Anders als in gedruckten Lehrmaterialien sind in online-Angeboten die Lehrmaterialien schneller aktualisierbar, ein langer Produktionsvorlauf entfällt. Auch sind die Inhalte weltweit verfügbar – durchaus ein Vorteil für global operierende Unternehmen. Aus einem Pool von Modulen können die elektronischen Unterrichtseinheiten für unterschiedliche Anforderungen zusammengestellt werden. Wenn E-Learning am Arbeitsplatz stattfindet, lernen die Teilnehmer, während sie an konkreten Projekten arbeiten und können den Lerninhalt häufig unmittelbar anwenden.

Kursstoffe vom PC haben inzwischen einen gewissen Stellenwert. Jedoch ist zu beobachten, dass allein das Lernen am Computer nicht genügt. Die Begegnung und das persönliche Gespräch sind weiterhin wichtig. So wird das elektronische Lernen oft in ein umfassenderes Weiterbildungskonzept eingebaut und abwechselnd mit Klassenraum-Training angewendet. Diese gemischten Lernformate werden inzwischen als "Blended Learning" bezeichnet. Der Vorteil: Mit E-Learning wird vorab eigenständig Faktenwissen erarbeitet, das für ein Seminar den gleichen Kenntnisstand aller Teilnehmer sicherstellt. Grenzen sind dieser Lernform gesetzt, wo der Einsatz der Programme hohe Investitionen erfordert, die sich kleinere Unternehmen nicht leisten können. So werden sich auch in diesen Neuerungen die anfänglich euphorischen Träume auf einen realistischerweise möglichen Nutzen einpendeln.

Goethe-Institut 2002

 

Aufgabe 1: Textverständnis

 

1. Wofür haben z.B. CD-ROM, Intranet u.a. die Voraussetzungen geschaffen?

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2. Was zählt zum "computergestützten Unterricht"?

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3. Wo werden seit den achtziger Jahren computergestützte Lernsysteme eingesetzt?

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4. Welchen großen Vorteil bieten online-Materialien im Vergleich zu gedruckten Lehrmaterialien?

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5. Welchen Vorteil bietet E-Learning am Arbeitsplatz?

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6. Was behält weiterhin seine Wichtigkeit?

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7. Was versteht man unter "Blended Learning"?

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8. Welche Einschränkung gibt es für das E-Learning?

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Aufgabe 2: Hörverstehen

Wenn Sie wollen, teilen Sie sich den Text in drei jeweils etwa vierminütige Abschnitte ein!

Teil 1: bis ca. 4'00 Min, nach Äußerung von Dr. Hasewinkel; (bis Zitat: "... Fachleute entwickeln für die Online-Lektionen spezielles Lernmaterial.)

Teil 2: bis ca. 8'30 Min; Klassensituation (bis Zitat: "...Deshalb ist die klassische Form von Seminaren nach wie vor unverzichtbar.")

Teil 3: bis zum Ende des Films

1. Wie wurde früher das lebenslange Lernen in Unternehmen gestaltet?

     (a) E-Learning       (b) Weiterbildung durch Fernstudium     

     (c) Kurse an Fachhochschulen       (d) Training im eigenen Haus/Unternehmen

2. Einer der Passanten spricht die Motivation an, die beim Lernen eine Rolle spielt. Was macht dieser Passant, wenn er zu Hause ist?

     (a) intensiv lernen       (b) ab und zu in die Bücher schauen     

     (c) mit Computerprogrammen lernen       (d) abschalten

3. Was kann beim E-Learning - laut Lernprogramm - gestillt (das heißt: befriedigt) werden?

     (a) Hoffnung       (b) Neugier      (c) Wissensdurst       (d) Zukunftsorientierung

4. Welchen Vorteil bietet  - laut Dr. Hasewinkel - das Lernen mit der E-Learning-Methode?

     (a) effizienter       (b) moderner      (c) fortschrittlicher       (d) individueller

5. Wo ist - laut Dr. Kiedrowski - das E-Learning realisierbar?

     (a) in großen Unternehmen       (b) auch in kleinen Unternehmen     

     (c) in vielen Bereichen       (d) nur in bestimmten Arbeitsfeldern

6. Wo ist für Dr. Hasewinkel der beste Ort zum Lernen?

     (a) am eigenen Bildschirm       (b) im Klassenzimmer     

     (c) an Fachhochschulen       (d) in neutralen Seminarräumen

7. Was hält Dr. Peters für besonders wichtig?

     (a) hohe Motivation       (b) interessante Übungsaufgaben     

     (c) lebenslanges Lernen       (d) realistische Lernformen

►►► ENDE ERSTER ABSCHNITT

8. Wovon ist der Lernerfolg abhängig, wenn man E-Learning betreibt?

     (a) von der Dynamik der Gruppe       (b) von der Kontrolle durch den Lehrenden     

     (c) von ausgereiften Programmen       (d) nicht nur von der Selbstdisziplin

9. Welche Voraussetzung braucht - laut Dr. Kiedrowski - der Lerner?

     (a) sich realistische Ziele zu setzen       

     (b) Erfahrungen mit Lernprogrammen     

     (c) die Fähigkeit zur Kooperation       

     (d) Fähigkeit zu kritischer Distanz gegenüber neuen Medien

10. Woran scheitern viele Menschen beim E-Learning ?

     (a) an ihrem mangelhaften Vorwissen       (b) an sich selber     

     (c) an komplizierten Programmen       (d) an fehlerhaften Erklärungen

11. Welchen Vorteil sieht ein Teilnehmer am E-Learning bei dieser Methode?

     (a) wird nicht von anderen in der Konzentration gestört       

     (b) man versteht Texte besser    

     (c) man kann die Übungen beliebig oft wiederholen      

     (d) er kann selbst bestimmen, wie er lernt

12. In welchen Bereichen hält es ein Lerner für fast unmöglich, sich diese durch E-Learning allein zu erarbeiten?

     (a) schwierige Sprachen wie Deutsch       (b) Kommunikationswissenschaften     

     (c) sprachliche anspruchsvolle Aufgaben       (d) philosophische Texte

13. Was kann man beim E-Learning nicht erlernen?

     (a) Fremdsprachen       (b) Computerprogramme verstehen lernen     

     (c) emotionale Fähigkeiten       (d) sich in Diskussionen zu behaupten

►►► ENDE ZWEITER ABSCHNITT

14. Wo kann E-Learning laut Dr. Hasewinkel eher nicht eingesetzt werden?

     (a) in flexiblen Bereichen       (b) bei der Zusammenarbeit der Menschen     

     (c) im Arbeitsalltag       (d) in der Kommunkation mit anderen Firmen

15. Welche Position vertritt Dr. Kiedrowski bezüglich des E-Learnings?

     (a) wird die Weiterbildung nie ganz ersetzen       

     (b) wird viele Seminare überflüssig machen    

     (c) spart den großen Firmen viel Geld       

     (d) wird in Zukunft häufiger von den Mitarbeitern gefordert

16. Welche Probleme gab es mit Arbeitnehmern, die an E-Learning-Programmen teilgenommen haben?

     (a) verstanden viele Aufgaben nicht       

     (b) weigerten sich außerhalb der Arbeitszeit zu lernen     

     (c) fühlten sich überfordert       

     (d) hatten keinen Gewinn von dieser Art des Lernens

17. Auf welchen Nachteil der E-Learning-Methode weist Dr. Hasewinkel hin?

     (a) nicht einsetzbar in kleineren Unternehmen       

     (b) für viele Firmen zu ineffektiv     

     (c) zu teuer für mittelständische Unternehmen       

     (d) noch zu weit entfernt vom Arbeitsalltag

18. Was bedeutet das E-Learning im Hochschulbereich?

     (a) eine zusätzliche Facette des Lernens       (b) die Möglichkeit zum Selbstudium     

     (c) Ersatz für einige Seminare       (d) Einsparpotenzial bei den Lehrenden

 

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Lösungsblatt Kubus 50/2