Ü 14: Mutter und Sohn

Ergänzen Sie die fehlenden Endungen!

(Die Mutter hält ihrem Jüngst - Mathias, einem Achtjährig - einen Vortrag. Sie will erreichen, dass er nicht jedem Fremd vertraut.)
MUTTER: Sag mal, Mathias, wenn dich ein Fremd anspricht: Was machst du dann?
MATHIAS: Kommt darauf an, was der Fremd will.
MUTTER: Wie meinst du das?
MATHIAS: Na, wenn das ein Betrunken ist, gebe ich ihm kein Geld, denn damit kauft er sich ja doch nur wieder Schnaps.
MUTTER: Aber du hast doch gar kein Geld?
MATHIAS: Eben! Und wenn das ein bekannt Fremd ist, muss ich mir das noch überlegen.
MUTTER: Also Matzi, entweder es ist ein Fremd oder ein Bekannt, einen bekannt Fremd gibt es doch gar nicht.
MATHIAS: Natürlich gibt es bekannt Fremd!
MUTTER: Matzi, wenn du jemanden kennst, ist es ein Bekannt, und wenn du jemanden nicht kennst, dann nennt man so jemanden einen Fremd.
MATHIAS: Klar, Mama, weiß ich doch! Aber wenn ich den Fremd schon mehrmals gesehen habe und doch nicht weiß, wer er ist, ist er doch ein bekannt Fremd. Das ist doch logisch, oder?
MUTTER: Na ja. - Also, was tust du denn nun mit diesem Fremd?
MATHIAS: Meinst du mit einem Fremd oder mit einem bekannt Fremd?
MUTTER: Lass uns zuerst mal die unbekannt Fremd nehmen.
MATHIAS: Mama, das ist jetzt aber doppelt gemoppelt. Wenn jemand für mich ein Unbekannt ist, dann ist er doch ein Fremd.
MUTTER:Also gut: ein ganz einfach Fremd.
MATHIAS: Aha, jetzt hast du mich endlich verstanden. - Die ganz Fremd...??? Na, die kenne ich ja nicht, die grüße ich auch nicht.
MUTTER: Ja, aber wenn dich so ein Fremd anspricht und dir etwas schenken will, wie reagierst du dann?
MATHIAS: Etwas Geschenkt nehmen - von einem Fremd...? Kommt drauf an.
MUTTER: Bitte Matzi, sag nicht immer: Kommt drauf an!
MATHIAS: Aber Mama, es kommt doch wirklich drauf an! Wenn ich für etwas Geschenkt nichts weiter machen muss, als 'danke schön' zu sagen, ist das doch in Ordnung, selbst bei einem Fremd.
MUTTER: Du weißt doch aber gar nicht, ob du für diesen Fremd nichts weiter machen musst.
MATHIAS: Aber das frage ich doch dann! Und wenn er nichts Richtig hat, was mich interessiert, sage ich sowieso nein!
MUTTER: Stell dir vor, er schenkt dir etwas Interessant, eine CD-Rom, die du schon immer haben wolltest.
MATHIAS: Das könnte tatsächlich etwas Gut sein. Aber Mama, ich muss dann ja erst noch überprüfen, ob das kein 'fake' ist. Nachher ist das nur eine schlechte Kopie. Man muss da die Echt von den Gefälscht unterscheiden, wegen der Viren, weißt du.
MUTTER: Also, Matzi, ich will es ganz deutlich sagen: Ich möchte nicht, dass du dir von einem Fremd etwas schenken lässt. Prinzipiell nicht!!!
MATHIAS: Und von einem bekannt Fremd?
MUTTER: Auch nicht. Du kennst diesen Fremd ja nicht.
MATHIAS: Doch, ein bisschen schon. Für mich ist er ja ein bekannt Fremd. So wie diese Betrunken, die am Marktplatz-Brunnen stehen: Das sind Fremd, aber ich kenne sie alle.
MUTTER: Matzi, auch von diesen Fremd nimmst du nichts und lässt dich auch nicht ansprechen. Haben wir uns verstanden?
MATHIAS: Also, Mama, wenn mich ein Fremd anspricht, dann rede ich nicht mit ihm und nehme auch nichts Geschenkt von ihm. Nicht mal einen Apfel.
MUTTER: Du bist wirklich ein Klug, mein Klein.
MATHIAS: Klar, weiß ich doch. Aber sag mal, Mami, wenn das nun eine Fremd ist, darf ich dann mit ihr sprechen und Geschenke annehmen? ist, darf ich dann mit ihr sprechen und Geschenke annehmen?