Möglichkeiten des Einsatzes und der Gestaltung

Hausaufgaben sollen den Unterricht ergänzen; sie dienen der Vertiefung des Lernstoffs, sollten in angemessener Zeit ausgeführt werden können und regelmäßig überprüft und bewertet werden.

Weitere pädagogische Möglichkeiten der Hausaufgaben:

  • Fördern des selbstständigen Denkens und methodischen Arbeitens.
  • Methode zur Binnendifferenzierung (auch mit differenzierter Aufgabenstellung).
  • Erziehung zu Gewissenhaftigkeit und Fleiß.

Hinweise:

  • Hausaufgaben sollten interessant gestaltet werden, nicht eintönig.
  • Sie sollten keine disziplinierende Funktion haben.
  • Eine sachlogische Entwicklung aus dem Unterricht heraus ist sinnvoll.
  • Sie sollten auch ohne Elternhilfe bewältigt werden können (Chancengleichheit).
  • Es kann auch einmal auf Hausaufgaben verzichtet werden.
  • Über das Wochenende (von Freitag bis Montag) und über die Ferien sollten generell keine Hausaufgaben erteilt werden.

Betreuung:

  • Hilfen dem Alter anpassen.
  • Möglichst nur unterstützen, nicht inhaltlich eingreifen.
  • Kontrollen zwischen Lehr- und Aufsichtsperson absprechen.
  • Auf die angemessene Länge von Arbeitsphasen ist zu achten.

Zeitrahmen für die Durchführung:

Grundschule
bis zu 30 Minuten im Ganztagesbetrieb,
45 Minuten im Halbtagesbetrieb
Sekundarstufe
bis zu 90 Minuten

Hausaufgaben ? Wochenplanarbeit? – Merkmale / jeweilige Vorteile

  • Hausaufgaben: schließen direkt an die Unterrichtsstunde an, sind überschaubar, konkret zu planen und zu dosieren, können in einzelnen Bereichen kontrolliert werden.
  • Wochenplanarbeit: ermöglicht dem Schüler selbstständige Zeitplanung, größere Aufgabengebiete können bearbeitet werden.
  • Beide Formen sind auch kombinierbar.

Stand: 16. April 2008