Eines Abends sehen zwei Polizisten einen Wagen, der in Zick-Zack-Kurven über eine Landstraße fährt. Sie halten ihn an und kontrollieren den Fahrer. Der eine Polizist beugt sich durch das Fenster, riecht und fragt den Fahrer dann, ob er Alkohol getrunken hat.
Nicht einen Tropfen, sagt der Mann am Steuer, wie kommen Sie denn, dass ich etwas getrunken haben könnte? Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, mache ich das nie!
Na, dann blasen Sie mal hier in die Tüte. Ich muss Sie aber schon jetzt aufmerksam machen, dass es schwere Konsequenzen für Sie haben wird, wenn Sie alkoholisiert Auto fahren!
Donnerwetter, sagt er ironisch, das sieht man ja selten. Genau 2,1 Promille. Ich glaube, Sie hätten vor der Autofahrt denken müssen, dass Sie mit so viel Alkohol im Blut nicht mehr fahrtüchtig sind!
Das kann gar nicht stimmen, reagiert der Autofahrer, da muss etwas mit Ihrem Messgerät nicht in Ordnung sein. Ich habe mir nämlich sehr wohl Gedanken gemacht, dass ich heute noch Auto fahren muss!
Na, das werden wir ja sehen, wendet sich der Polizist an die Beifahrerin, blasen Sie doch mal in die Tüte, gnädige Frau. Dann sehen wir ja, ob ich Recht hatte, dass Sie etwas getrunken haben.
Die Frau nimmt das Röhrchen und bläst hinein; das Röhrchen zeigt 2,3 Promille an. Das Ergebnis nimmt der Polizist als Beweis, dass er Recht hatte.
Aber das ist ganz ausgeschlossen, meint die Frau erstaunt, ich habe doch heute Abend nur zwei Flaschen Mineralwasser und eine Tasse Kaffee getrunken. Man wird doch nicht betrunken!
Also gut, sagt der Polizist, ehe wir uns streiten, fahren wir jetzt zur Wache und machen eine Blutprobe.
Der Fahrer, der seinen Unwillen kaum noch beherrschen kann, meinte daraufhin: Ich bin überzeugt, dass Ihr Testgerät nicht richtig funktioniert!
Guter Mann, sagt da der Polizist, wollen Sie nicht endlich anfangen, bei der Wahrheit zu bleiben?
Da mischt sich die Frau ein: Bevor wir uns weiter beschäftigen, wer Recht hat, mache ich Ihnen einen Vorschlag: Hinten auf der Bank schläft unser Kind, das wecken wir jetzt und lassen es auch in Ihr Röhrchen pusten.
Das Kind wird geweckt und scheint kein bisschen verärgert, dass es nicht in Ruhe schlafen darf. Es bläst in die Tüte, das Röhrchen zeigt 2,0 Promille an.
Teufel, Teufel, sagt der Polizist, das stimmt wirklich, unser Gerät ist kaputt! Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen. Sie können natürlich weiterfahren.
Der Mann am Steuer bedankt sich, weiterfahren zu dürfen, schaltet den Motor ein und fährt los.
Nach einer Weile sagt er zu seiner Frau: Eins muss ich dir ja lassen, Maria, es war eine phantastische Idee von dir, dass du gesorgt hast, unserem kleinen Franz zum Abendessen Whisky in die Flasche zu füllen.